Seit einer Woche halte ich nun meine Familie auf Trab. Frauchen hat jede Nacht einen Kuraufenthalt im Garten, sie kneippt mit nackten Füssen  im Rasen.  Heute nacht war das kneippen besonders lustig, Frauchen hüpfte und stieß einen gepressten Schrei heraus: sie war in eine Nacktschnecke getreten. Sie soll froh sein, dass ich im Sommer geboren bin, denn im Winter bei minus 20 Grad um 3 uhr morgens im Garten spazieren, härtet mehr ab.

Mein Fressi mag ich auch sehr gerne, am liebsten Hühnerhälse und Hühnerflügel. Meine Chefin will, dass ich ein richtiger Barfhund werde - bei Molli war ihre Mühe vergebens, die streikt bei rohen Fleisch was das Zeug hält und bekommt gekocht oder eine Dose Aras.

Den Blick in den Kühlschrank hab ich mir schon von Molli abgeguckt ;-).

Kleine Besen, Tannenzapfen, Schrubber, Plastikflaschen und Joghurtbecher, der Apfelbaum, die Plastikpflanztöpfe, alte Seile, Bälle in allen Größen, Kong, Plüschtiere von klein bis ganz groß und vor allem meine kleine Fellmaus (eigentlich für Stubentiger) haben es mir sehr angetan. Die Schuhe von meinen Leuten sind komischerweise jetzt immer aufgeräumt, was mein Frauchen in 19 Jahren nicht geschafft hat, habe ich in einer Woche hin bekommen.

Verschiedene Socken sind spurlos verschwunden, ebenso der Plastikschuhlöffel und der Deckel von der Kamera. Was soll`s selbst Schuld,  erstens hätten sie ihr Gelumpe aufgeräumt und zweiten finden sie spätestens im Spätherbst im Garten eh alles wieder.

Mein Frauchen könnte mich stundenlang beim Schlafen beobachten, sie sagt ich träume einfach zu süß.

Ich nuckel, belle und knurre im Schlaf und alle Gliedmaßen sind in Bewegung.